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Dr Basler Fasnachts-Knigge 

(dr Author chunnt vo de Wiehlmys)



Wettsch bi uns mitmache, bisch scho bi uns oder luuegsch numme umme, z'Härze neh derf sich das jede.

's isch e lange Text ich waiss, aber es lohnt sich ganz sicher. 

 

d’ Frau Fasnacht mecht gärn Ornig ha
drum biete mir der Knigge a
der BFK git Rot und Hilf bisch informiert,
stohsch nie im Schilf

der Ärger fot im Herbscht scho a
wenn ain sy Latz nit halte ka
’s Sujet isch nit zem ummeschnure
das sott doch klar sy naimedure

d’ Marschiebig isch au sone Punggt
wo mängge näbesächlig dunggt
derby wär’s amme schampar wichtig
dert lehrt me nämlig ’s Laufe richtig

Zedel schrybt me baseldytsch
klar und aifach - ohni Kitsch
diend Silbe zelle, Rym abglyche
sunsch kenne Fähler yneschlyche

d’ Latärne isch d’ Visitekarte
wo uff e Morgestraich soll warte
sy ghert bim Ypfiffe verdeggt
so blybt das Kunschtwärg guet versteggt

wenn ’s denn am Mäntig vieri schlot
und jede uff sym Plätzli stoht
sott’s Kopflatärnli funktioniere
es syg denn wotsch di grad blamiere

d’ Gugge mache nonig mit
well ’s fir si der Zyschtig git
wo denn d’ Glygge sotte wyche
und dur d’ Hintergässli schlyche

liebi Gugge, dängged dra
bi Konzärt hesch d’ Larven a
mir sin do z’ Basel, nit z’ „Lozärn“
dert hän si ’s ohni „Grinde“ gärn

das goht speziell die Grossen a
wo immer so vyl Platz wänn ha:
’s het glaini Glygge in de Strosse
diend die nit nur uff d’ Syte stosse

d’ Blaggedde ghert uff jedi Bruscht
drey Dag lang ohni isch e Fruscht
und macht e ganz e schlächti Falle
das duet em Comite nit gfalle

Mählsuppe isch e bsund’re Gnuss
wenn ’s so richtig kalt isch duss
Käs- und Zibelewaie Duft
ghert drey Dag in d’ Basler Luft

Wienerli, Hot-Dog, die tolle
Hamburger, Merguez, Friehligsrolle
Kebap und Brotwirscht vo Sanggt Galle
wänn an der Fasnacht nit rächt gfalle

halt di zrugg mit Bier und Wy
wenn de gnueg hesch, los es sy
Ain wo pletzlig afot schwangge
ghert haim ins Näscht statt wyter z’ tangge

isch Pausehalt, denn hesch jo Zyt
die näggschti Baiz isch nit so wyt
renn nit dur Glygge oder Gugge
wart bitte uff die näggschti Lugge

und stohsch emol am Strosserand
heb ’s Schreyholz, d’ Schlegel in der Hand
blyb still und los den and’re zue
gniess die Vorträg und gib Rue

ghersch e Misston git ’s nit z’ lache
jede kan e Fähler mache
’s sin alli in der Iebig gsi
drum b’halt die fule Sprich fir di

de muesch au kaine parodiere
wo anderscht duet im Zug marschiere
als das fir di Gschmagg richtig wär
sig tolerant, es isch nit schwär

stohsch wider y, lauf schen grad us
dramp nit an jedem Egge drus
lipf nie dy Larve, due nit wingge
sunsch kennt ’s dim Nochber afo stingge

Ystoh haisst nit afo a drummle
oder an de Gläbbli fummle
wart bis dr Major e Zaiche git
und jetz fang a, mach richtig mit

sobald der Zug afot marschiere
hesch kai Zyt meh zem handyniere
und ’s Schälle zwischedure stert
well ’s rächts und linggs e jede ghert

’s Sujet-Gostym vo däm Johr
isch fir an Cortège, das isch wohr
am Zyschtig und am Morgestraich
sottsch es nit trage, ’s wär e Saich

normal isch ’s an der Fasnacht kalt
me brucht denn warmi Gostym halt
fosch du als Dambur afo schwitze
muesch d’ Aermel glych nit uffelitze

am Bummel-Sunntig, dängged dra
sot men au Stil und Haltig ha
eb lässig oder schwarz mit Huet
hauptsach isch ’s Glyggebild wirggt guet

z’ lescht isch no d’ Lämpesitzig wichtig
wo diskutiert wird, was isch richtig
was soll me kinftig anderscht mache
und anderi intärni Sache

dur ’s Band gilt Toleranz, Respäggt
nur so blibt uns’ri Fasnacht pfläggt
’s brucht Vorsicht, Riggsicht und Humor
mir machen is do gar nit vor

wenn alli sich an d’ Regle halte
und kaine meh uff stur duet schalte
blibt d’ Fasnacht, glaubet ’s, ’s isch kai Gfasel
die schenschti Zyt im Johr vo Basel


 
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